Musik die hängenbleibt – von Ohrwürmen und anderen Parasiten

Es kennt wohl jeder, dieses Lied das doch eigentlich seit 20 Jahren nicht mehr die eigene Musikrichtung ist, aber kaum das man es irgendwo hört könnte man den Text mitsingen, bekommt man ganz melancholische Gefühle oder ist gleich glücklicher…..

Eine mir bekannte erwachsene Person hat mal jemand mit einem Lied aus einer Kinderserie immer wieder vonb elastenden Dingen abgelenkt, was in einem fiesen Ohrwurm auf das Lied endete…

Alfred J. Kwak – „warum bin ich so fröhlich“ – eigentlich steht diese Person auf andere Musik, aber wenn sie diese Zeilen lesen sollte, bekomme ich vermutlich Ärger weil sie wieder einen Ohrwurm hat.

wie viele von euch bekommen einen Ohrworm wenn ich anfangen würde zu singen “ NA NA NANA NA ….“ oder das intro von Wind of change zu summen? oder wenn man das Gitarren Intro von Jonny B. hört…..hach es gibt so viele Ohrwürmer, das es schon fast wieder eine Frage ist, wieso sich ein einzelner überhaupt im Ohr festsetzen kann.

Lange Jahre hatte aus persönlichen Gründen auch Summer of 69 von Bryan Adams bei mir den Status…..allerdings war es bei mir ne kleinen Textänderung, Summer of 96…..der war nämlich was ganz besonderes in meinem Leben und irgendwie passte diese Änderung wunderbar in den Text….einmal haben Kumpel und ich die als Band spielten bei nem kleinen Konzert den Song gecovert und mein Kumpel, unser Sänger hat sogar versehentlich „Summer of 96 mit….man muss dazu sagen es war Sommer und es war 1996.

Was habt ihr so für Ohrwürmer?

Eine andere form der musikalischen Parasiten sind Lieder die tief unter die Haut gehen.
Jahrelang konnte ich Angie von den Rolling Stones nicht hören, ich hatte jedesmal mit tränen zu kämpfen.
Dazu muss ich sagen, Angela ist der Name meiner ersten richtigen Freundin mit der ich mehrere Monate zusammen war und das war „unser Lied“, sie kannte es gar nicht als wir zusammenkamen, ich hatte es auf CD, Youtube mp3 und Co gab es ja alles noch gar nicht damals (ja ich bin einer dieser Menschen die noch Kassetten mit dem Bleistift aufgespult haben.
Auch das ist wohl etwas, das wohl jeder kennt, das eigentlich völlig normale Lieder für ihn eine besondere Bedeutung haben und total unter die Haut gehen, eine andere Bekannte von mir, kann die Version von „Whish you where here“ von Rednex bis heute nicht hören weil sie sie mit ihrem jung verstorbenen einstigen Verlobten verbindet.
Wieder andere Menschen werden total Glücklich beim klang eines bestimmten Liedes, was ungefähr der Effekt ist den ich mit eingangs benannten Ohrwurm auf dieses eigentlich halbwegs dämliche Kinderliedchen bezweckt und eine Zeit lang auch erreicht hatte.

Alles in allem muss man sagen, Musik ist schon ein seltsames Ding, sie koppelt sich an Dinge an, die uns berühren und bewegen, wodurch sie Emotionen wecken kann, in anderen Gebieten wirkt sie aufputschend, Motivierend, Angst verstärkend im Sinne negativer Anwendung, ganz berühmtes Beispiel ist Star wars Episode 4 am Anfang, als der „Imperial March“ erklingt und die Stormtrooper plötzlich ins „hab acht“ gehen…..das die Rebellensoldaten nicht angreifen, sondern im Gegenteil sogar abhauen, ist verständlich und der Zuschauer weiß sofort, obwohl es sein erster Auftritt in dem Film ist (und Episode 4 war ja die erste auf dem Markt“ dass der jetzt auftretende Lord Vader ein grösseres Problem ist als alle Stormtrooper zusammen……“da da da, daaaah dada daaah dadaaah“ …..o ha jetzt gibts Probleme….die Kopplung funktioniert wunderbar.

Mein erstes Auto war ein 60 PS Opel Kadett E, Vergasermotor und Handchoke, wenn es im Winter kalt war und ich morgens an die Arbeit wollte kam ich manchmal den Autobahnzubringer nur schwer hoch weil der Motor noch nicht warm war und doch arg zu kämpfen hatte…..ihr könnt sagen was ihr wollt aber mit „Throne Room&End Title“ aus dem selben Star Wars Soundtrack hatte ich gleich 5 PS mehr 😉 subjektiv empfunden.

In der Jugend spielte ich mit Freunden als Band, auch später noch sind wir auf jedes kleinere Konzert in der Region gegangen das auch nur ungefähr in unsere Richtung passte und irgendwie in Reichweite war und bis heute könnte ich mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen, so läuft während ich diese Zeilen gerade schreibe gerade Musik von den Doors, eine Band aus der Anfangszeit meines Interesses für Musik, das im Übrigen mit „Wind of Change“ von Scorpions begann, vorher war Musik nämlich für mich Dicke Backen Musik und Volkstümliche Hitparade, was meine Eltern immer guckten und in einer Zeit mit 3 TV Sendern, ARD ZDF und Hessen3, Kabelfernsehen gabs noch nicht, mp3 war nicht erfunden, kein Youtube und keine CD’s lernte ich lange keinerlei alternativen kennen, bis zur abendlichen „Wetten dass???“ Sendung, die zu gucken einfach dazugehörte, dort hörte ich den Song das erste mal und rumfragen im Freundeskreis ergab, das es noch mehr in der Richtung gab und so ging langsam meine musikalische Entdeckungsreise los, als dann die ersten Freunde CD Player hatten und mit der Zeit gewisse Sammlungen anlegten, lernte ich die Musik ganz anders als bisher kennen, ohne Dicke Backen und mit viel Spaß an der Vielfalt.
man könnte sagen der „Wind of Change“ mit dem eigentlcih was anderes gemeint war, hatte auch mich gepackt.

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4 Gedanken zu “Musik die hängenbleibt – von Ohrwürmen und anderen Parasiten

  1. Pingback: Amtslied und Wiederholungstäter | Alltags.Seele

  2. momentan ist bei mir der ohrwurm „wanna be a hippy“ am laufen, er beschwingt mich etwas fröhlicher zu sein, nur isses dann am ende des liedes auch nicht mehr, nebenbei isses dann despersito was man momentan überall hört, aber ich werde in den nächsten monaten eh nicht mehr zum musik hören kommen

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