Bloggertipps

Oft heisst es ja, man soll sich auf ein Thema festlegen, vielleicht mag das ja sein wenn man mit dem Blog Geld verdienen will und sich daher an die Zielgruppe die man wünscht anpassen muss.
Funktioniert aber meiner Meinung eh nicht, nen Blog aufmachen und sofort Geld verdienen….schön wäre es, da draussen sind geschätzt ne Million und mehr Leute die den selben Traum haben.
Selbst wenn die alle auf nem Platz stehen würden, nicht wüssten das du das selbe wie sie vorhast und deine Aufgabe währe nur, ne Strasse auf der anderen seite der Menge zu erreichen, wäre die Aufgabe eine Herausforderung, gibt man noch dieser 1 million Menschen zeitgleich die selbe Aufgabe wirds schier unmöglich und sagt man noch jedem das er gegen alle anderen antritt. ….probieren wir das besser nicht real aus.

Wenn du aber bloggen so wie ich als nettes Hobby betreiben möchtest, findest du da draussen viele tolle Blogs und Blogger, manche werden Weggefährten und wer weis vielleicht sogar ganz reale Freunde.

Ich bin da daher eindeutig anderer Meinung was die Themenbegrenzung betrifft, zumindest was Blogs ohne kommerzielles Interesse betrifft, wobei ich persönlich nicht ganz verstehe wieso etwas das funktioniert nicht weiterhin funktionieren sollte wenn man zusätzlich finanzielle Interessen entwickelt.

Am Beispiel meines eigenen Blogs möchte ich meine Meinung begründen.

Auf meinem Blog habe ich die Themen

– Kultur und Reisen (Schwerpunkt Kassel)
– Filme und Serien
– Kochrezepte
– Politik
– Gedanken (für alles andere)

Das ist ein relativ breit gefächertes Themengebiet und nicht zu jedem davon kommt gleich oft ein Artikel, allerdings kommt mittlerweile jede Woche in der Regel mindestens ein Artikel, häufiger sogar zwei und die Tendenz ist durchaus steigend, was den einfachen Grund hat, das niemand sich nur für eine Sache interessiert, weder der Leser noch der Blogger.
Ich finde man hat vielmehr an Mehrwert wenn es unterschiedliche Dinge gibt, das eine interessiert vielleicht nicht, dafür aber das andere.

Wenn ich mir meine WordPress Statistiken so ansehe stelle ich jedenfalls immer wieder zwei Dinge fest.

1. Alle Themenbereiche sind meistens unter den Top Beiträgen vertreten
2. Besucher die mehrere Seiten Aufrufen rufen meist eben nicht 2 oder 3 Artikel der selben Rubrik auf, was das Menü meines Blogs durchaus ermöglicht, da man sich auch gezielt nur eine Rubrik anzeigen lassen kann, sondern lesen zum Beispiel einen politischen Beitrag, die Beschreibung des Warcraft Films und das Rezept für Nudel Brokkoli Gratin.

Für mich heisst das, würde ich mich in Zukunft auf eine dieser 5 Rubriken spezialisieren, würde ich nicht nur 80% meiner Leser verlieren, die eben wegen der anderen Rubriken gekommen sind, sondern viel eher 90% da auch diejenigen die wegen der einen kamen die anderen Artikel vermissen würden.

Ich denke daher das es nicht sinnvoll ist nur über ein Thema zu schreiben.
Viel sinnvoller ist es denke ich, eine begrenzte Anzahl Themen zu wählen, die einen am meisten interessieren und über die man am ehesten halbwegs regelmäßig in der Lage ist zu schreiben.
Die Mischung interessanter Themen stellt selbst einen Mehrwert dar und hat für viele Leser gerade ihren Reiz, da man auch neues entdecken kann, wonach man vielleicht nie aktiv gesucht hätte.

Viel nützlicher als die Begrenzung auf ein Thema ist also die Festlegung einer begrenzten Zahl „hot topics“ und am Allerwichtigsten, nehmt Themen die euch interessieren die ihr mit Leben füllen könnt, bei denen ihr authentisch bleibt.

Auch wenn ich jetzt nicht ausschließen will das es Frauen gibt die sich für Computertechnik und Makeup interessieren, dürfte die Wahl dieser beiden Themen im selben Blog die User wohl fast sosehr irritieren wie ein männlicher Blogger der über Damendessous schreibt.
Ebenso dürfte es wohl die Leser irritieren wenn ihr einen wohlwollenden Beitrag über den AfD Parteitag neben einen begeisterten Artikel über die Besichtigung der Hagia Sophia setzt, einer der weltweit berühmtesten Moscheen.

Andererseits denke ich ihr solltet keine Angst haben unbequem zu sein, sagt eure Meinung, auch wenn ihr euch damit aus dem Fenster lehnt. Ist Snowden für euch ein moderner Held dann sagt das und sollten die USA euch deshalb tatsächlich nichtmehr einreisen lassen obwohl die US Verfassung Presse und Meinungsfreiheit enthält, schreibt halt darüber gleich den nächsten Artikel.
Jene Leser die mit euch einer Meinung sind werden es euch danken.
Nur eins solltet ihr nicht tun, nicht als kleine Hobbyblogger, die ihr euch zu sein entschieden habt.
Bezeichnet nicht den Blafaselnesischen Präsident als A….. und unterstellt ihm nicht mit jungen Entchen zu Baden.
Derartige grenzwertige Ballanceakte zwischen legaler Satire und Beleidigung bzw Verleumdung, was aus gutem Grund Straftaten sind, überlasst besser der extra3 Redaktion oder Herr Böhmermann und anderen deren Sender hochbezahlte Rechtsabteilungen haben die Beiträge vorher zu prüfen und hinterher die Verteidigung Notfalls zu organisieren.

Einer meiner erfolgreichsten Artikel war der über Gaffer bei Rettungseinsätzen, in dem Artikel bin ich extrem deutlich geworden was ich davon halte und habe mit Sicherheit den Rahmen des „professionellen Journalismus“ verlassen, aber es ist meine Meinung und zu der stehe ich.
Es ist einer meiner erfolgreichsten Artikel und der von den meisten Lesern weiter geteilte Artikel von allen.
Daraus schliesse ich das meine Leser es mir dankten das ich an der Stelle mal „Klartext“ geredet habe.

Übrigens stiess ich während ich diesen Artikel im Entwurf liegen hatte und immer mal daran arbeitete auf folgenden Blog:

http://lillymade.de/blogparade-blogger-leitfaden/

Die Gute hat interessante Artikel und zur Zeit eine Blogparade mit Tips für Blogger laufen.

Da mein aktueller Post meiner Meinung nach in das Profil der Bloggparade passt, mache ich hiermit doch einfach mal mit.

Zugleich habe ich euch damit im Grunde noch zwei Tipps zusätzlich gegeben.
Nummer 1, haut jeden Scheiss jede Idee was mal ein Blogpost werden könnte in die Entwürfe, bastelt dran rum ergänzt, wenn es euch gerade passt und postet es wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.
Es ist dabei egal ob ihr 2 oder 25 Entwürfe habt, niemand hat je gesagt das alle in nächster Zeit oder überhaupt fertig werden sollen, ich hab einen der wurde schon von 3 anderen überholt und einen der sitzt seit 2 fast 3 Monaten auf Entwurf, weil ich das Gefühl habe es fehlt was.
Wichtig ist aber das ihr eure Ideen spontan wie ihr sie habt sofort festhaltet, die spontanen Ideen sind meist nämlich die besten.

Der andere Tipp: Bloggeraktionen, nehmt daran teil, so lernt ihr andere Blogs und Blogger kennen und wie die arbeiten, letztendlich hilft euch das besser zu werden, auch bei einem Hobby will man ja gut sein und die netten Kontakte sind finde ich mit ein absolutes Plus im Leben eines Hobbybloggers.

So long das wars für heute von mir.

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13 Gedanken zu “Bloggertipps

  1. Ein sehr guter Artikel ! Ich stimme dir absolut zu, dass man auch einmal Frei Schnauze schreiben sollte, aber eine gewisse Grenze nicht überschreiten darf, um nicht selber einer Straftat beschuldigt zu werden. Blogparaden finde ich eine gute Sache, denn man sieht wirklich viele neue Blogs. Ich bin auf das Ergebnis dieser Blogparade gespannt und werde mir jeden einzelnen Artikel durchlesen, um den einen oder anderen Tipp zu nutzen 🙂
    Viele Grüße
    Iris

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  2. Ich denke, was die Themenwahl betrifft, haben – besonders im Hobby -Blog -Segment -beide Ausprägungen ihre Existenz -Berechtigung. Ist ja wie im Zeitschriften -Laden: Wenn ich eine Frauenzeitschrift kaufe, bekomme ich meist Mode, Kosmetik, Kochrezepte, Basteltipps, Reiseberichte und mehr in einem Heft. Und die werden ja zuhauf gelesen. Wenn ich allerdings ein Wissenschafts-Magazin kaufe, würde es mich reichlich irritieren, dort Rezepte oder Mode vor zu finden. Aber auch solche „homogenen“ Hefte verkaufen sich.

    Ich selbst führe solch einen homogenen Blog, und pflege dabei dennoch Vielfalt :

    Zum Einen beschränke ich mich nicht auf die Chemie, die eine Naturwissenschaft, die ich „gelernt “ habe, sondern gewähre auch den verwandten Wissenschaften reichlich Platz.

    Zum Anderen verknüpfe ich das Thema mit alltäglichen Dingen, was mir eine grosse Themenvielfalt – und die Teilnahme an verschiedensten Blog -Aktionen ( insbesondere Blogparaden ) erlaubt.

    Im übrigen habe ich Tipp 2 hiermit (einmal mehr ) befolgt;)

    Liebe Grüsse,
    Kathi

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    • Hihi ja, gebe ich dir Recht, beide Varianten funktionieren, dennoch empfehlen bestimmt 90% der Artikel nur einseitig eine monothematische Gestaltung, das stieß mir etwas sauer auf.
      Du hast recht, man kann die Wissenschaft auch als Teil des ganzen sehen, anstatt den Fachbereich als „einzig relevanten“ deinen Blog habe ich übrigens eh schon auf der Leseliste, pass also dieses wochenende auf dich auf, ich komme.

      Lg
      Dirk

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  3. Meiner Meinung nach sollte man einfach das machen, wozu man Lust hat. Erst wenn einem selbst gefällt, was man macht, kann es auch anderen gefallen. Wenn man mit einem Blog Geld verdienen möchte, ist es wahrscheinlich sinnvoll nicht über zehn verschiedene, total gegensätzliche Themen zu schreiben. Aber wenn es einem Spaß macht – warum nicht? Mein Blog ist mein Hobby und mir muss das Schreiben Spaß machen. Letztendlich geht es auch um die Art und Weise des Schreibens und alles, was hinter einem Beitrag steht.

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    • Genau, damit fasst du meine Meinung im Grunde genommen wunderbar zusammen, freut mich das du es genauso siehst.
      Wobei gegenläufige Meinungen natürlich auch was schönes sein können da sie eine Diskussion erst ermöglichen, die dann anderen Vielleicht hilft, oder einem selbst, aber in dem Punkt sind wir wohl einer Meinung.

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  4. Ich habe nach langer Zeit wieder angefangen einen Blog zu schreiben. Doch im Gegensatz zu früher fühle ich keinen Druck mehr in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Menge an Posts zu veröffentlichen. Qualität vor Quantität ist heute meine Devise.
    Spontane Ideen halte ich handschriftlich fest, und lasse sie einfach reifen… 😉
    Da ich meinen Blog auch nicht kommerziell betreiben will, sehe ich mich auch nicht auf spezielle Themen begrenzt. Was mich interessiert und bewegt, das ist für mich Thema genug. Natürlich freue ich mich, wenn es auch bei anderen auf Interesse stößt. 🙂
    Auf jeden Fall ein toller Artikel mit nützlichen Tipps! Danke!

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    • Genau so geht es mir auch, nachdem ich gedundheitlich bedingt den Blog eigentlich stillgelegt hatte, habe ich dieses Jahr wieder angefangen, aber ohne druck und siehe da, es läuft sogar besser als je zuvor.

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  5. Sehr toller Blogpost! Ich bin derselben Meinung und finde, dass mehrere Themengebiete den ganzen Blog viel Interessanter machen. Eine Zeit lang habe ich versucht mich auf ein Thema zu beschränken, was schrecklich schwierig für mich war. Seit ich mehrere Themen habe, läuft es viel besser mit dem Schreiben 🙂

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