Deutsch Türkische Freundschaft

Viel verbindet uns, ebensoviel trennt uns, waren doch schon das osmanische und das deutsche Reich dereinst verbündete, geht doch die Gemeinsamkeit noch weiter zurück denn waren beide einst zusammen das römische Reich.
Der Westteil des Reiches wurde dereinst von den Germanen und der Ostteil von den Osmanen erobert, die ihre eigenen Reiche auf den Resten des alten römischen Reiches aufbauten.
Wir haben im letzten Jahrhundert eine Reihe schwerster Fehler gemacht und so ist die heutige Bundesrepublik ein Staat mit einem Volk das fest zur Demokratie und seiner Freiheit steht, das gelernt hat wenn auch durch bitterste Not und Niederlage.
Wir würden niemals mehr einen dunkelhaarigen barttragenden Österreicher zum Kanzler wählen.
Nichts gegen unsere Österreichischen Freunde, auch wenn deren Präsidentenwahl ein Thema für sich ist.

In der Türjei ist die Geschichte etwas anders verlaufen und viele Türken scheinen, zumindest aus deutscher Sicht, den „starken Mann“ an der spitze zu mögen, nur ist er stark, ist er souverän?
Ist es Souverän sich von jeder Kleinigkeit angegriffen zu fühlen, ist es angemessen jede kritische Auseinandersetzung mit seiner Politik mit Terrorismus gleichzusetzen?
Ist es akzeptabel, die demokratisch gewählten Abgeordneten eines demokratisch gewählten Parlaments des eigenen oder gar eines anderen Staates, des Terrorismus zu bezeichnen, schlicht weil sie ihre Arbeit tun und ihre Arbeit nicht darin sehen dem Präsidenten zuzuarbeiten sondern die Interesen ihrer Wähler zu vertreten? Was ihr Job ist.

Unser Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte richtig, wer in dieser Art einen Abgeordneten angreift, greift das Parlament als ganzes an.
Ich gehe weiter und sage, der greift die Institution des Parlaments als Vertretung des Volkes an und begehrt sich darüber zu stellen, sich über ein Verfassungsorgan hinwegzusetzen und damit über die Verfassung selbst.

Ich kenne mich nicht gut genug mit der türkischen Verfassung aus, aber würde ein deutscger Präsident sich derartig stark über die von der Verfassung gesetzten Grenzen seines Amtes hinaus betätigen, würden diverse Sicherungen innerhalb unseres Grundgesetzes greifen um ihn zu stoppen da sein Verhalten illegal wäre.

Was bitte ist also los am Bosporus, das der Präsident des uns geschichtlich durchaus nahen Volkes uns aus unserer Geschichte so erschreckend bekannte Töne anschlägt?

Verdorbenes Blut sagt er und stellt das Türkentum von Landsleuten deren Meinungen ihm nicht passen anhand deren Blutes in Frage.
Kommt uns das als deutsche nicht äusserst bekannt vor?
Bei manch einer Rede des Herrn Erdogan komme ich mir in der Tat vor als würde ich gerade n24 History gucken, aber halt, der Bart ist zu groß und ausserdem ist das in Farbe und wird übersetzt und die Wappen stimmen auchnicht.
Hmmm interessant ist ja schon das die paralellen so gros sind obgleich doch der eine ein Faschist war und der andere nur ein guter Moslem sein soll.

Dabei bezeichnet er Menschen als Menschen mit verdorbenem Blut, fordert Bluttests und bezeichnet andere Menschen als halbe Menschen egal wie erfolgreich sie im Job sind.

Aber können wir das türkische Volk wirklich in Zeiten von Pegida und AfD kritisieren? Sind wir wirklich besser, oder sind wir selbst gerade dabei uns erneut zu radikalisieren?

Wir sollten aufpassen das gerade in Zeiten schriller Töne seitens der regierenden, wir nicht aufhören miteinander zu reden, nicht übereinander sondern vorallem miteinander, denn nicht miteinander reden löst nichts.

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