Warcraft -The Beginnings

So, jetzt war ich auch mal wieder im Kino.
Die erste angenehme Überraschung war gleich zu Beginn, ich bin aufgrund einer Operation ungern im Kino, da ich meist mit Rückenschmerzen rausgehe und laufe wie C3PO aus Star Wars.
Kaum das ich mich gesetzt habe, merkte ich aber, das die Sitze irgendwann erneuert wurden, tatsächlich hatte ich keinerlei Probleme….10 Punkte für das Kino, aber zum Film:

Vorweg muss ich sagen, das ich weder alle Spiele gespielt, noch ein einziges der Bücher gelesen habe, auf die Frage ob Dinge korrekt umgesetzt wurden, oder zum Bekannten verändert wurden, möchte ich daher explizit nicht eingehen.
Einen Warnhinweis muss ich allerdings an dieser Stelle noch geben, es ist mir nicht möglich, zu schreiben wie mir der Film gefallen hat, ohne Elemente der Handlung zu benennen, daher gilt:

! ! ! SPOILER hinter dieser Zeile ! ! !

Als Fantasyfilm im Allgemeinen betrachtet, war der Film aber durchaus sehenswert, für jemanden der die ganzen Geschichten und Vorgeschichten der Handlung des Warcraft Universums nicht kennt, war am Anfang einiges verwirrend, manches wurde erst später im Film schlüssig, allerdings trug genau das eher zur Spannung bei als das es verwirrend und ablenkend gewesen wäre.

Gul Dan der Oberfiesling der Orks war einem von Anfang an schaurig unsympathisch, Lothar dagegen sympathisch, Garona undurchschaubar und der Magier jemand bei dem klar war, das er sich im Laufe des Films Aufgaben wird stellen müssen an denen er sich entwickelt, damit hatte man es mit einer relativ klassischen Heldentruppe zu tun.
Leicht verwirrend waren die Machtstrukturen bei den Orks und gewöhnungsbedürftig die Tatsache, das sie Charakter und Persönlichkeit, sowie eine Kultur hatten, ihre Frauen schützen und ihre Kinder lieben, so garnicht die „Standard Böslinge“ die ohne Sinn und Verstand einfach nur Feinde sind und niederzumetzeln sind.
Das es dann noch Machtkämpfe unter den Clans gibt und nicht alle Orks auf Krieg mit den Menschen aus sind….machte dann die Verwirrung komplett und Durotan sogar sympatisch, leider hat er es nicht überlebt und sein Tod auch nicht ausgereicht den Oberfiesling zu eliminieren….der hat am Ende überlebt und seine Position gehalten, wenn auch geschwächt, Garona scheint aber die neue Inhaberin der Position des Kriegshäuptlings zu sein und sich für die Wahrung der Tradition und gegen den absolutistischen Anspruch Gul Dans einzustellen und da die Horde hinter ihr zu stehen scheint, damit auch gut zu fahren…..das wird noch interessant und irgendwie ist die Geschichte damit noch lange nicht beendet, man hofft auf einen Zweiten Teil.

Lothar dagegen so sympathisch wie er war, war kurz davor sich in Garona zu verlieben, dann verliert er aber durch Orks seinen Sohn und Garona kehrt nicht vom Kriegszug heim, allerdings ihr Dolch schon, im Nacken seines Königs und sie ist neue Anführerin der Orks, irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass damit die Grundlage für Hass zwischen Orks und Menschen gelegt sein könnte, da Lothar ja nicht weiß, das Garona damit einen Befehl des Königs ausführte.
Interessant und spannend war die Geschichte um den Wächter, eine Art Obermagier und Beschützer der Welt, der so sympathisch wie er war, sich aber am Ende als Diener einer unguten Macht herausstellte, war es doch in Wirklichkeit er und nicht Gul Dan, der das Portal kontrollierte, also war doch in Wirklichkeit eigentlich er der Oberfiesling und nicht Gul Dan, der dieser Macht die den Wächter insgeheim kontrollierte nur gedient hat.
Der Wächter ist Tod und unklar ist, ob dieser junge Magier an seine Stelle treten wird, auch wurde zwar der Wächter besiegt, nicht aber Gul Dan, womit das Wirken jener unguten Magie nicht absolut unterbunden ist, auch hier scheint ein Handlungsstrang noch offen zu sein.
Fragen über Fragen die offen bleiben, aber ohne das es ein fieser Cliffhanger wäre, eher Potential für eine Fortsetzung und eins steht fest, Lust nach mehr besteht.

Zur Tricktechnik muss ich sagen, klar waren die Rüstungen ziemlich „Fantasy“ und real nicht wirklich praktisch aussehend, aber für eine Spielumsetzung dennoch gelungen, insgesamt aber schlüssig und konsistent, die monumentalen Städte, die Bauten der Orks, alles recht typisch und sofort einzuordnen, die Magie, die Flugtiere, das alles passte zusammen, was allerdings bei einer Zusammenarbeit mit WETA nicht weiter verwundert, schließlich sind die für detailreiche und hochwertige Umsetzung ihrer Aufträge bekannt.

Alles in allem muss ich sagen, Verständlichkeit von Handlungsuniversum, Charakteren, Spannung der Handlung und Humor an den richtigen Stellen, war der Film absolut gelungen und bekommt von mir 9 von 10 Punkten.

Abstriche vor allem weil durch nichts klar ist, warum Gul Dan nicht erneut das Portal öffnen können sollte (ok eigentlich war es der Wächter von Azeroth aus, aber jetzt ist Gul Dan in Azeroth)….
Lothar ist jetzt König und weiß nicht das Garona  den Befehl seines Königs ausführte und somit die Menschen gerade nicht verraten hat.
Damit ist das Ende nicht wirklich ein totaler Sieg, sondern eher eine Situation die den Boden bereitet für mehr, nur gibt es denn mehr, also Filmtechnisch in Zukunft? Hier hängt man wenn man kein Kenner all der Spiele und Bücher ist etwas in der Luft.
Die Kenner wissen natürlich mehr, wie es weiterging, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das es das erste mal währe, das wenn ein so altes Werk wie Warcraft mittlerweile ist umgesetzt wird, das die Kenner nicht Punkte finden würden die sie kritisieren, selbst wenn sie also die Gründe für Abstriche die ich nenne bei Seite Argumentieren würden, würden sie wohl eigene finden.
Ich jedenfalls hatte lange nichtmehr so viel Spaß im Kino, der Film ist für Fantasyfreunde allgemein in meinem Augen eine Empfehlung wert, gerade auch weil die Orks diesesmal eben nicht die hirnlosen Böslinge zum Abschlachten sind.

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2 Gedanken zu “Warcraft -The Beginnings

  1. Abstriche vor allem weil durch nichts klar ist, warum Gul Dan nicht erneut das Portal öffnen können sollte (ok eigentlich war es der Wächter von Azeroth aus, aber jetzt ist Gul Dan in Azeroth)….

    Weil er keine Leben mehr hatte. Das wird doch im Film klar, dass er um das Portal zu öffnen Leben opfern muss und diese waren eben nicht mehr vorhanden.

    Ansonsten bin ich voll und ganz bei dir. Ich kenne zwar die Spiele, aber nicht die Bücher.
    Also für alle „Nichteingeweihten“ hast du da eine schöne Beschreibung des Films verfasst.

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    • Ja aber er ist immernoch im Amt wenn auch seine position geschwächt, also ist nicht ausgeschlossen das die horde erneut „Opfer“ verschleppt dür ihn ….du hast recht aber genau diesen punkt meinte ich….gib ihm opfer und er kann arbeiten….ooops.

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