Warum blogge ich, Gedankenspiele rund ums Bloggen.

Warum blogge ich, mir fällt da als erstes die Antwort eines Bergsteigers ein, der auf die Frage warum er Berge besteigt geantwortet haben soll:“weil ich es kann“

In erster Linie blogge ich für mich, um Dinge darzustellen die mich berühren, Erfahrungen zu teilen die ich für Relevant halte und um Dinge auszuprobieren die ich nochnicht oder nur selten bisher wirklich betrieben habe, zum Beispiel habe ich durch das Bloggen meine ersten Schritte in den Bereich der Hobbyfotografie getan.

Heisst das aber jetzt, das die Leser nicht wichtig sind?
Im Gegenteil, sie sind wichtig, geben Feedback in vielerlei Hinsicht, weisen auf Dinge hin die man andernfalls nicht bemerkt hätte, bringen einen auf neue Ideen und zeigen einem damit neue Aspekte.
Ausserdem ist es ein gutes Gefühl wenn der Balken in der Besucherstatistik grösser und grösser wird.
Allerdings sollte das nie die einzige Motivation sein.
Es gibt da draussen viele Arten Blogs, manche gehen Kooperationen ein oder bekommen gratis dinge zum Testen, andere nicht, manche machen Werbung andere nicht.
Ich hab sogar mal einen Blog gesehen da lebt die Bloggerin von Fotos und kleinen Handwerklichen Kunstgegenständen aus eigener Fertigung, Respekt wenns klappt.

Ich für meinen Teil hab garnicht vor Geld mit dem Blog zu verdienen, dafür ist mir die Freiheit, auchmal Meinungen auszusprechen die vielleicht viele nicht lesen wollen viel zu wichtig, so gibt es eben viele Arten Blogs.

Man hört unter Bloggern immer wieder man solle sich auf eine Sache spezialisieren.
Aber mal ehrlich, wer von uns interessiert sich als Leser nur für ein Thema und andererseits,  man soll regelmäßig posten, möglichst alle paar Tage oder täglich.
Wie lange dauert es bis die ersten Lückenfüller kommen, Posts die nur dem Zweck dienen das Postingshema einzuhalten?
Bei mir gibt es sowas nicht, eventuell kommt mal ne weile nix, eventuell bediene ich eins meiner Themen mal eine weile nicht, andere dafür mehrfach, dafür stehe ich aber immer hinter dem was ich schreibe und schreibe niemals nur weil ja wieder Freitag ist.
Ich habe die erfahrung gemacht, das viele meiner Abonnenten mir sogar die vorübergehende Stillegung meines Blogs als ich durch Krankheit monatelang nichts gepostet habe verziehen haben, kein unfollow vollzogen haben und jetzt wo ich wieder aktiv bin, kamen schnell wieder Zugriffe zusammen, schneller als hätte ich neu angefangen.
Für mich ist das ein Grund, mich bei meinen Lesern zu bedanken und ganz klar zu sagen das auch Leser loyal sein können.
Mir persönlich sind diese Leser wichtiger als 1000 Klicks von Leuten die vielleicht nur 3 zeilen lesen und wieder gehen, weil diese Menschen lesen dann auch wirklich und denken darüber nach, diese Menschen zu erreichen ist mir eine persönliche Freude.

Wenn ich mir das und meine Erfolge/Misserfolge als Blogger so ansehe und dann diverse Guidelines zum perfekten Blog lese, muss ich doch etwas schmunzeln, es mag alles wahr sein was dort steht, aber ein wichtiger Punkt, der wichtigste in meinen Augen fehlt fast immer:

Wenn du die wahl hast die Guideline einzuhalten oder authentisch zu bleiben….bleib authentisch, immer.
Ich lese gelegentlich im Blog einer Bloggerin die Hauptsächlich DIY Sachen Stricken und Co hat, nicht gerade meine Themen, aber da das Leben auch aus anderen Dingen besteht, schreibt sie ab und zu auch darüber und genau da wird sie für mich authentisch und interessant, das selbe bei einer dwutschen Bloggerin die in USA lebt, ihr Hauptthema ist Kosmetik, aber sie bleibt eben nicht Monothematisch und zeigt auch etwas von ihrem Leben und genau da wird es finde ich interessant.

Das erste Gebot ist es in meinen Augen authentisch zu sein, alle anderen treten dahinter zurück.
Wie seht ihr das, egal ob als Leser oder Blogger?
Bei diesem Beitrag würde ich mich freuen wenn ich mit euch darüber diskutieren dürfte, also her mit euren Meinungen 😉

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4 Gedanken zu “Warum blogge ich, Gedankenspiele rund ums Bloggen.

  1. Ich sehe das sehr ähnlich.
    Deshalb gibt es das von mir z.B. auf Facebook auch nicht, dass ich jeden Tag ein paar Beiträge teile oder selbst etwas schreibe. Wenn ich etwas für wichtig halte, was ich lese, dann kommentiere ich das. Aber selbst „alle Nase lang“ zu schreiben, dies ist meine Meinung, das finde ich gut (oder nicht gut), usw., das ist nicht mein Ding.
    Da bleibe ich lieber authentisch, als auf der Jagd nach Likes ständig zu reden und dabei nichts zu sagen.

    Und das mache ich aus Überzeugung so, auch auf die Gefahr hin, damit gegen den Trend zu handeln, von dem ich den Eindruck habe, dass er heutzutage in eine gefährliche Richtung abdriftet. Meiner Meinung nach sieht es doch so aus, dass der den größten Erfolg zu haben scheint, der die meisten Likes, Follower und Kommentare für seine Beiträge auf Facebook, hier oder auf ähnlichen Plattformen verbuchen kann.
    Aber mir wäre ein Follower lieber, der ehrlich meine Meinung teilt und mich in meinem Anliegen (was auch immer das ist) unterstützt, als 1000 Leser, die sich mal wieder lustig machen über diesen Außenseiter, der mal wieder seine verworrenen Gedanken (nach deren Meinung!) zum Besten gibt.

    Ich denke, Du bist da auf einem sehr guten Weg. Weiter so!

    Gefällt 2 Personen

    • Jürgen, das wir beide auf einer Wellenlänge liegen ist mir klar, aber du führst einige Aspekte aus die ich eher weniger betont habe, die das Gesamtbild aber vervollständigen, danke für deinen Beitrag.

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Aracuron,

    du hast da einige interessante Punkte angesprochen.
    Ich greife mir mal einen Punkt Raus:
    Das Thema Geldverdienen und „glaubhaft“ bleiben.

    Eins vorab:
    Die meisten Blogger verdienen nur mit ihrem Blog kein Geld!
    Sie decken vielleicht ihre Unkosten und bekommen Testprodukte, aber ein Großteil der Blogger macht kein Plus (wollen zwar viele, gelingt aber nur wenigen).
    Wer Geld verdient ist der „Dienstleister“, der durch seinen Blog auf sich aufmerksam macht. (und dann etwas anbietet, verkauft ect…)
    Vom Schreiben alleine klappt das in der Regeln nicht.

    „Wenn du die Wahl hast die Guideline einzuhalten oder authentisch zu bleiben….bleib authentisch“

    Mit dem „authentisch, das ist so eine Sache:
    Was ist denn genau authentisch?
    (ich höre und lese das Wort mittlerweile so oft, das es für mich fast schon ein „Unwort“ geworden ist).
    Für mich ist das ein etwas überstrapaziertes Füllwort für eine sehr unbestimmte postive Eigenschaft.

    Zum Thema Bloggen wird sehr viel geschrieben (ich hab z.B. auch einen „Ratgeber“ zum Blogmarketing herausgegeben.
    Da gehe ich auch auf: Sachen wie „regelmäßig Posten“ und „such dir ein Thema“ ein.
    Die Tipps geben durchaus Sinn. (wenn man im Internet zu einem Thema gefunden werden will…)
    Aber keiner sagt, das es absolute Glaubensregeln sind, an die man sich 100% halten muss.
    Ich sehe das Thema bloggen für mich eher spielerisch, bei dem man durchaus einiges ausprobieren kann.
    (so halte ich mich auch nicht 100% an die „Themen-Regel“)

    Viele Grüße
    S.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Stephan,

      uff das war jetzt ein ausführlicher Kommentar, ja man kann natürlich Fragen ob „authentisch“ als begriff im Netz überstrapaziert wird, aber wird der Begriff deswegen da wo er richtig gewählt ist weniger richtig weil ihn viele falsch benutzen?

      Richtig ist, es sind alles keine „Glaubensregeln“ spielerisch ausprobieren ist der Punkt, weil vom Blog leben klappt eh nicht udn wenn dann nur bei so wenigen, das man das nicht planen kann, so erfolgreich zu sein. Richtig.

      Ich freue mich sehr über deinen ausführlichen Kommentar uns ach wenn man über manches diskutieren könnte, finde ich es gut, einen zweiten Blickwinkel hier zu lesen.

      Grüße und so
      Dirk

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