Der Fluch des weissen Blattes

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© Aracuron’s Blog Foto: D.Hentschker

 

Kennt ihr das? den „Fluch des weissen Blattes“ wenn ihr ein neues Projekt anfangen wollt und den Anfang nicht bekommt?

Mir geht es meistens so, das ich den Anfang nur schwer bekomme, aber wenn es erstmal läuft, dreht sich das um, ich gebe niemals auf, steigere mich rein und übertreffe nicht selten meine und auch die Erwartungen dritter, zumindest höre ich das oft von dritten.
Insbesondere natürlich bei Dingen die mich faszinieren, auf den Gebieten wo ich mich auskenne und meine Kompetenzen entwickelt habe.
Ich habe zum Beispiel in meinem Webentwickler Lehrgang ein Lehrgangsprojekt eines Gästebuchsystems gewählt, mein Dozent meinte die Projektidee sei Interessant, wäre aber nicht in der gegebenen Zeit zu schaffen…am Ende war er selbst interessiert wie ich dieses und jenes umgesetzt habe und steuerte Ideen bei, wie man die eine oder andere Funktionalität besser umsetzen könne, oder wies auf Probleme hin, die noch offen sind.
Prinzipiell wurde das Script fertig, für eine tatsächliche Veröffentlichung fehlen nur ein paar Sicherheitsroutinen gegen Mißbrauch.

Bei meinem neusten Projekt, geht es mir aber wieder so, ich wollte mir mal eine eigene Website erstellen, allerdings bin ich kein Webdesigner, sondern Webentwickler, das heisst, ich schreibe euch komplizierte PHP Scripte mit Datenbankanbindung und dynamischen Inhalten, der ganze moderne Schnickschnack halt, aber sag mir: ich brauche eine Seite mit einem Menü Links einem Kopf- und einem Fußbereich….dann hänge ich ewig fest, hab ich die Seite aber erstmal, kann ich sie in null komma nix mit ungeahnter Dynamik hinterlegen, da bin ich dann wieder in meinem Element.

Sprich habe ich fertige HTML Templates in die ich Dynamik einprogrammieren kann, perfekt, hab ich ein weisses Blatt (eine leere Datei) vor mir, kann ich verzweifeln und mir wie der letzte Anfänger vorkommen, gibst du mir die Templates, verstehe ich sie sofort, ein Blick in die Quellcodes und ich weiß was sie machen, oft wie die Codes erstellt wurden und noch vieles mehr, aber selbst schreiben?

Nenene …

Wobei, ich beherrsche das doch alles, eigentlich ja schon und hätte ich eine einfache Seite, die zu erweitern wäre, hätte ich auch kein Problem, muss ich aber aus dem Nichts etwas schaffen….Problem.

Ich glaube ich werde mir mit der Zeit eine Sammlung von HTML Templates anlegen müssen, aus denen ich dann einfach auswähle als Ausgangsbasis so das ich den „Fluch des weissen Blattes“ umgehen kann.

Kennt ihr das auch? Die Schwierigkeit, einen Anfang zu kriegen, bei Dingen die ihr eigentlich aus dem Handgelenk beherrscht? Was macht ihr dagegen? Diesesmal ist mein Blogbeitrag mal eine Frage eine Diskussionsgrundlage zum Mitmachen, mal sehen ob und was für Hinweise ihr geben könnt.

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3 Gedanken zu “Der Fluch des weissen Blattes

  1. Ein Tipp den ich aus der Doktoranten-Literatur habe und der mir sehr, sehr hilft ist: „Schreibe bevor du glaubst dass du bereit bist.“

    D.h. fang an auch wenn du glaubst du bist noch nicht soweit; riskiere ruhig dass der erste Entwurf absolut dilletantisch ist. Denn auch wenn er es dann wirklich sein sollte (was meist so und so nicht der Fall ist) dann ist der Anfang schon einmal gemacht und der Rest ist doppelt so einfach.

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    • Also meinst du, lieber ein dilletantisches Stück arbeit das nur zum verbessern taugt produzieren, als vor einem weissen Blatt hocken? hmmm, ist eine überlegung wert.

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      • jau, genau das
        schreib (code, designe …) und sei’s nur um des Schreiben’s Willen – das ist die halbe Miete

        ansonsten google mal „snack writing“ für Anregungen

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