Da bin ich mal wieder, diesmal mit ein paar Gedanken.

Ja so ist das,

da kämpft man Jahrelang dafür, dass man voran kommen darf, findet stattdessen die Liebe, irgendwann bekommt man endlich die Chance voran zu kommen und verliert stattdessen das liebste was man hat.

Wofür tut man das alles? Sich krumlegen, arbeiten, lernen, sich bilden und ausbilden? In einer Welt in der Massenarbeitslosigkeit ebenso normal ist wie Millionengehälter für Bankmanager und Perspektivlosigkeit der Jugend in Ländern mit über 50% Jugendarbeitslosigkeit.

Ich rede nicht von Entwicklungsländern, sondern von Ländern wie Spanien, Griechenland, Portugal, die in der EU sind und auch Kroatien, das jetzt auch in der EU ist.

Aber machen wir uns keine Sorgen, die NSA unseres großen amerikanischen Bruders passt ja auf uns alle auf. Wieso beruhigt mich das nicht? Ach ja, begann die Finanzkrise nicht in den USA als dort die Kreditblase platze und schwappte dann erst überhaupt auf Europa über? Sind es nicht die unregulierten Finanzmärkte nach US Vorbild, die überhaupt erst die Grundlage für die Krise und damit die meisten der Probleme unserer Zeit, die ihrerseits wiederum für Elend und damit für die Grundlagen für Extremismus sorgen, geschaffen haben?

Sicherlich ist es bequem und zu einfach, die Schuld den Amis zu geben. Schuld sind wir selbst, wir machen das Spiel ja mit.

Welchen Platz hat die Ehre in unserer Zeit? ich glaube, sie hat nicht den, der ihr gebührt. Gehorsam vor der Regierung, der eigene Ruf und das Streben nach Macht sind die Antriebe moderner Menschen, aber sollte es nicht eher wieder ein bisschen archaischer zugehen?

So wie auch zwischen einfachen Menschen auf der Straße? Wer mich anlügt, mich verrät, mit dem mache ich keine Geschäfte mehr, mit wem ich mein Bier trinke entscheide ich selbst und wenn der sich schäbig verhält, trinke ich es das nächste mal mit jemand anderem?

Ich versuche in meinem Leben Ehre, Respekt und Loyalität zu den Hauptwerten meines Handelns zu machen, wer mich kennt weiß was das bedeutet. Für meine Freunde bin ich immer da, sollten sie mal in Not sein, ich frage nie „was kannst du für mich tun“ sondern helfe, andererseits weiß ich auch wenn ich mal Hilfe brauche, wen ich anrufen kann und das dann kein „nee heute nicht“ kommt, außer es gibt einen sehr guten Grund.

Freunde von mir wissen aber auch, das wenn sie Mist bauen ich ihnen das auch knallhart ins Gesicht sage, das wer Mist baut bei mir auch sehen kann wie er da wieder rauskommt, ich diesen Weg nicht mit ihm gehe. Da bin ich konsequent und manchmal regelrecht hart, denn auch das ist Ehre für mich, für die Scheiße die man verzapft alleine gerade zu stehen, das versuche ich zu leisten aber eben auch zu fordern.

Diejenigen die diesen Ansprüchen genügen, nenne ich irgendwann Freunde und ehre sie mit meiner Loyalität. Ebenso habe ich die Ehre, dies von ihnen erwiedert zu bekommen.

Gemeinsam haben wir schon so manches Problem gelöst, viele schöne Stunden erlebt und 2 solche Freunde sind mir lieber als 10 Bekannte.

In einer Welt in der diese Werte, Ehre, Respekt und Loyalität, wieder mehr wert wären, könnten wohl die meisten Politiker, Manager und Bankvorstände nur schwer bestehen fürchte ich.
In einer Welt in der Ehre regiert und nicht die Gier nach Profit, gäbe es aber auch die Finanzkrise nicht, wäre es ehrenwerter, Arbeit zu schaffen als bei einer Strandparty 2000€ für Champagner auszugeben. Würden „Wesen“ die sich bei einer Shoppingtour in Passau auf Sandsackdämmen posierend fotografieren lassen die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen, nämlich gar keine mehr und das auf längere Zeit.

Ich glaube, diese Welt wäre eine bessere Welt und ich persönlich, lebe dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen indem ich in meinem Umfeld nach diesen Werten zu leben versuche.

Schaut mal, eines Tages, es regnete in strömen, mein Besuch hatte keinen Schirm dabei und das Auto stand über 500m entfernt, ich ging mit ihr in den Backshop im Erdgeschoss des Hauses wo ich seinerzeit nebenan wohnte und fragte nach einem Schirm für sie.
Die Eigentümerin sagte das sei ihr eigener und sie bräuchte ihn nachher….ich antwortete: Die Dame gehört zu mir, wird nur zum auto gehen, mit dem auto hier vorbeikommen und den Schirm abgeben.
Die Pächterin des Ladens daraufhin zu mir: Dann ist es kein Problem, dir vertraue ich meinen Schirm an.
Mit diesen Worten bekam meine Besucherin den Schirm, konnte halbwegs trocken ihr Auto erreichen und brauchte ihn keine Viertelstunde später, das Auto vor der Tür stehend, zurück.
Mittlerweile wohne ich in einem anderen Stadtteil, aber wenn ich ab udn zu mal wieder in jenen Backshop zurückkehre, werde ich noch immer persönlich begrüßt.
Respekt bleibt, solange es keinen Grund gibt, daran etwas zu ändern, erhalten und die Pächterin respektierte mich als Mensch, nicht wegen dem Umsatz den ich bringe, daher respektiert sie mich noch immer genauso, obwohl ich selten nur noch dort bin.

In meinem neuen Stadtteil ist es unter anderem der Pächter des Kiosk bei mir an der Ecke, aber auch der Hausmeister der Wohnanlage, der Nachbar von Gegenüber, wo man sich grüßt, sich kennt und aufeinander eingeht.

Auch in den Läden wo ich regelmäßig einkaufe kennt mich das Stammpersonal schon und hat immer, selbst kurz vor Feierabend ein Lächeln und oft ein Hallo übrig, warum? Weil auch ich, ohne Gegenleistung zu erwarten, stets ein Lächeln über habe, Guten Tag sage wenn ich an der Kasse stehe, Danke und „schönen Tag noch“ oder „ihnen ebenso“
Vor kurzem erst ist es mir passiert, das ich eine Verkäuferin aus einem dieser Läden privat auf dem Königsplatz gesehen habe und sie grüßte mich. Natürlich habe ich den Gruß erwidert, aber wieso erweist sie mir diesen Respekt? Würde sie das mit jedem kunden machen, könnte sie gar nicht mehr durch die Stadt gehen, wieso also stellt sie mich aus der Masse durch diese Respekthandlung raus.
Die Lösung ist einfach, weil ich durch mein Verhalten, nicht einfach nur einzukaufen, sondern sie dabei mit Respekt zu behandeln, mich aus der Masse rausgestellt habe.
Jeder möge mal in sich gehen und überlegen, wie oft er schon ohne ein Hallo, ein Bitte oder ein Danke einfach nur sein Geld bezahlt hat und ohne ein Wort gegangen ist? Der Kassiererin also nicht mehr Aufmerksamkeit als einem Fahrkartenautomaten gewährt hat.
Sie ist ein Mensch und verdient auch als solcher behandelt zu werden.
So kann jeder in seinem Umfeld anfangen die Welt ein bisschen respektabler zu machen, das mag nicht viel bewirken, aber es gibt ein gutes Gefühl und dieses gute Gefühl, hat man sich dann auch verdient.

Überlegt aber mal, wenn jeder in seinem Umfeld anfängt, wenn es immer mehr werden, beispiel: ein kleiner Ort, 2000 Einwohner, wenn 100 Anfangen, wird das bemerkt und wird in dem Ort was verändern, bald wird es üblich und in anderen Orten passiert das selbe, irgendwann schwappt es auf Städte über und es werden tausende… Selbst eine Lawine beginnt mit einer einzigen Schneeflocke.
Ehre bedeutet nicht, es zu tun um dafür geachtet zu werden, sondern es zu tun, egal ob man dafür geachtet wird, weil es das richtige ist.

So, genug für heute, Mittagspause ist rum, muss weiter lernen für mein nächstes Zertifikat.

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2 Gedanken zu “Da bin ich mal wieder, diesmal mit ein paar Gedanken.

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